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Jugendliche brauchen Lehrstellen – einheimische Firmen Auszubildende: Schulen und Unternehmen der Region bieten bereits viele Möglichkeiten, um Kontakte zu knüpfen. Eine weitere Initiative startete diese Woche an der Marktredwitzer Mittelschule.

Achtklässler dürfen in einem neuen Kooperationsprojekt an fünf Donnerstagen die Marktredwitzer Firmen Scherdel, ABM Greiffenberger und Hirsch kennenlernen. Damit die Mädchen und Jungen vernünftig ausgestattet in die Betriebe kommen, hat die Arbeitsgemeinschaft der Industrie (AGI) im Fichtelgebirge der Mittelschule Sicherheitsschuhe im Wert von 900 Euro gespendet.

Diese kämen nicht nur den jetzigen Achtklässlern zugute, sagte Schulleiter Andreas Wuttke, der sich bei Thomas Regnet von der AGI für die Spende bedankte. Die Sicherheitsschuhe würden desinfiziert und aufbewahrt, erklärte Wuttke. So stehe der „Schul-Schuh-Pool" auch nachfolgenden Jahrgängen für Betriebspraktika zur Verfügung.

Das Kooperationsprojekt der drei Firmen mit der Marktredwitzer Mittelschule bildet den Auftakt für eine Patenschaft mit der AGI. Bislang gebe es bereits Patenschaften mit dem Gymnasium Wunsiedel und der Realschule Marktredwitz, nun solle die Mittelschule Marktredwitz hinzukommen, sagte Regnet. Ziel sei, früh den Kontakt zu Jugendlichen herzustellen und sie dadurch in der Region zu halten. Es gebe auch Fortbildungen für Lehrer, um sie als Multiplikatoren einzubinden.

Die AGI sei ein Zusammenschluss von rund 50 Unternehmen in der Region, Industriebetriebe seien ebenso dabei wie Steuerberater. Die Patenschaft vermittle Pädagogen und Schülern auch Kontakte zu kleineren Firmen. Denn diese suchten oft händeringend einen Lehrling, während in großen Firmen wie bei Scherdel immer noch 800 Bewerber auf 80 Ausbildungsplätze kämen, betonte Thomas Regnet, Geschäftsführer und Leiter der Produktentwicklung bei Scherdel. So helfe die Schulpatenschaft Anbietern und Bewerbern, leichter zueinander zu finden.

 
 
 

Die Mittelschüler freuen sich auf Praxistage in neuen Sicherheitsschuhen.
Schulleiter Andreas Wuttke (rechts), Techniklehrer Raimund Zeitler (hinten, links)
und stellvertretende Schulleiterin Sabine Meyer-Hofmann (daneben) bedankten
sich bei Thomas Regnet (Dritter von rechts) von der AGI.